Selbstverständnis

LiSA steht für„Liste der StudiengangsAktiven“ und ist ein breiter Zusammenschluss von Studierenden an der Uni. Unsere gemeinsame Motivation ist nicht nur die bestehenden universitären und gesellschaftlichen Verhältnisse zu kritisieren und nach Möglichkeit zu verändern, sondern studentisch selbstorganisiert Räume für ein frei bestimmtes Leben und Lernen zu verteidigen und neue zu erkämpfen. Wir wollen den bestehenden Sachzwängen entgegenwirken, auf anti-emanzipatori- sche Strukturen und Handlungen hinweisen und sie nach Möglichkeit aufbrechen.

Wir sind keine Freund*innen von abgehobenen Institutionen, in denen abge- schottete Stellvertreter*innen-Politik betrieben wird. Wir wollen auch nicht, dass Parteikarrierist*innen, die sich ihrer eigenen Partei weit mehr verantwortlich füh- len als ihren Kommiliton*innen, den AStA zu ihren gesammelten Posten im Le- benslauf addieren und ihn so als Karrieresprungbrett missbrauchen. LiSA steht für selbstständige Partizipation. Es ist uns wichtig, nicht nur eigene Ideen umzusetzen, sondern allen Studierenden die Möglichkeit zu geben, aktiv zu werden und sich einzubringen, denn wir gaukeln uns nicht vor, zu wissen, was rund 20.000 Studie- rende an der Uni wollen und was nicht. Wir wollen gemeinsam mit Euch eure Ideen umsetzen!

LiSA ist gegen eine Uni, in der immatrikuliert sein heißt dirigiert, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert und kommandiert zu werden. Die unkoordinierte Einführung von BA/MA und die straff geplanten Semester machen vielen das Leben zusätzlich schwer und lassen kaum Raum für persönliche Entwicklung. Auch die Einführung des Nationalen Sti- pendiumprogrammes an der Uni und das konsequente Vorantreiben einer Exzel- lenz- und Eliteuni verdeutlicht wieder einmal exemplarisch, dass die Bedürfnisse der Studierenden in keinster Weise berücksichtigt werden, wenn es darum geht, das Studium an erkenntnisfeindlichen Quantitätsrichtlinien auszurichten.

Diese Verhältnisse und Entwicklungen gehören kritisiert und bekämpft, wozu Alternativen entworfen und praktisch umgesetzt werden müssen.

Für eine emanzipatorische und kritische Uni!

Für ein schönes Leben – für alle, hier und jetzt!